Vorstellung von Marktwirtschaft

Herbert Artikel

Dieser Beitrag fasst den ersten Teil des Buchkapitels, Freier Markt oder Kapitalismus, zusammen 

Die PPPP-Vorstellung von Markt

Am Gemüsemarkt erhalten wir den Eindruck, der Markt wäre ein Platz, an welchem Personen ihre Produkte zu einem Preis anbieten.

Die SAVE-Vorstellung von Markt

Der Markt ist der Austausch selbst. Güter existieren erst, wenn sie als Preis in einem Austausch materialisieren. Auf eine Solution wird ein Access mit einem Value organisiert, welcher erst durch Education zur Entfaltung kommt. So ein Markt ist frei.

Marktwirtschaft

In der Theorie bezeichnet Marktwirtschaft ein System, in welchem die Planung der ökonomischen Prozesse dezentral erfolgt. Dabei steht das private Eigentum im Zentrum der Rechte. Das wichtigste Koordinationselement der Einzelpläne ist der Preis. Der gesamtökonomische Rechnungszusammenhang wird durch Verknüpfung der Märkte hergestellt.

Die einen sagen, ihre idealisierte Form sei die

Freie Marktwirtschaft

Produktionsfaktoren liegen in Privateigentum. Produktion erfolgt auf Initiative privater Unternehmen. Einkommen werden nur durch deren Gewinne erwirtschaftet. Es erfolgt keine Planwirtschaft, staatliche Kontrolle oder Marktregulierungen.

Andere möchten die Vorteile freier Marktwirtschaft nutzen, deren Nachteile aber vermeiden. Ihr Modell bezeichnen sie als soziale Marktwirtschaft.

Am anderen Ende der Marktwirtschaft findet sich die

Sozialistische Marktwirtschaft

Sie beschreibt das Konzept der Integration eines Marktes in eine Planwirtschaft. Privatunternehmen bilden einen Teil des ökonomischen Systems. Der öffentliche Sektor konzentriert sich auf die Schlüsselindustrie.

In der Praxis werden unterschiedliche Formen der Marktwirtschaft, die sich an unterschiedlichen Gesellschaftszielen orientieren, eingerichtet.

Die realen Modelle sind bei neuen Anforderungen viel zu wenig reaktionsfähig und, selbst wenn sie es sind, werden sie viel zu selten angepasst.

Eine reaktionsfähige Marktwirtschaft muss eine quantitative Grundlage haben. Ein Ausflug in die Quantitative Ökonomie?

Aber das alles befreit nicht von der philosophischen Debatte:

Freier Markt oder Kapitalismus?

Es gibt einen Kapitalismus ohne Marktwirtschaft, kapitalistische Planwirtschaft, und eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus, sozialistische Marktwirtschaft.

Das Privateigentum der Produktionsmittel und die dezentrale Planung bestimmen den Kapitalismus. Dazu benutzt er den Austausch. Und daraus folgt das Objekt der Begierde seiner aktiven Teilnehmer: die grenzenlose Akkumulierung von Kapital. Diese ist das Herzstück des Kapitalismus.

Die sozialkritische Wahrnehmung stürzt sich – zu Recht – auf die Verschiebung der Gesellschaftsstruktur, vor allem die Spreizung, macht aber dafür den freien Markt verantwortlich. Dabei sind viel mehr die schädlichen Formen der Kapitalkonversion und die Entfremdung von Arbeit und ökonomischem Output Verursacher sozialer Brüche.

Kapitalismus und freier Markt können nicht gleichzeitig existieren

In Unser bringe ich 2 Beispiele, den Opiumkrieg im Namen des freien Handels und die Enteignung (Vernichtung) der Hereros mittels einer erzwungenen Hypothekarkredit-Aktion, wie Kapitalismus zur Akkumulierung von Kapital Märkte ausgeschaltet hat.

In Gesamtökonomien hat der Prozess der Kapitalakkumulation Grenzen – Grenzen von Produktionsmitteln und Arbeit. Ungeduldige schließen sich deshalb zusammen und leiten einen Prozess der Zentralisierung und Planwirtschaft ein.

In der Zentralisierung und Planwirtschaft bestimmen Wenige über Viele (deshalb dürfen Zentralisierung und Planwirtschaft keine linken Ziele sein).

Im nächsten Beitrag geht es um den Austausch selbst. Üm Verfügungsrechte und Protektionismus.