Die Pfanne nicht überfüllen

Herbert Hintergrund

Ich bin ein lausiger Koch, aber begabter Esser. Im Restaurant, beobachte ich (nicht so selten), dass selbst gefeierte Dreisterne-Köche von ihrer Begeisterung von „exotischen“ Zutaten überwältigt werden. Wohl getrieben vom Wissen, wie selbst die kompliziertesten Gerichte komponiert werden können. Aber Vorsicht, eine einzige Zutat kann ein Gericht, wenn nicht das gesamte Essen ruinieren. Die Schottische Jakobsmuschel oder einen San Remo Scampi oben drauf, der ganz frische Spargel, die weisse Alba-Trüffel … der seltene Langpfeffer. Ist es die Verwechslung von geschmackvoll mit komplex, luxuriös, exquisit… ?

Politische Küche

In der politischen Küche gilt das gleiche Prinzip. Vorsicht, Falle der übereifrigen Promotion. Das Extra, welches die Bevölkerung verwirrt, die Behandlung seltener, wenn nicht pathologischer Fälle, mit dem Anspruch alle anzusprechen, kann genau die Zutat zu viel sein. Zutaten, welches eine grosse Verhaltensveränderung fordern, können die Anerkennung einer grossartigen Politik verhindern.

Sind noch ein paar luxuriöse, exquisite politische Zutaten übrig? Lieber zweimal nachdenken, ob sie in die Pfanne kommen. Sie könnten eine grosse Politik ruinieren.